World of Warcraft

Nach dem ich meine Spiele-Karriere in Everquest 2 zum 29.06.2005 beendet hatte, habe ich mich dafür entschieden die Konkurrenz von Blizzard auszuprobieren. Da man bei World of Warcraft einen Probemonat bekommt, war das Risiko relativ gering.

Tor von Ironforge

Im Vergleich zu Everquest 2 sieht die Grafik von World of Warcraft nicht besonders gut aus, denn sie ist im „Comic-Stil” gehalten (ich nenne das jetzt mal so, da es im Vergleich zu Everquest 2 wie ein Comic aussieht). Allerdings sieht die Welt von WoW trotz der „Comic”-Grafik bedeutend lebendiger aus. Das liegt wahrscheinlich an dem Kartendesign selber. Da war das Blizzardteam eindeutig kreativer.

Ein weiterer Vorteil von WoW ist die Ladezeit innerhalb der Karte. Es gibt praktisch keine. Entweder ist es eine gigantische Karte, die Blizzard dort entworfen hat, oder das System lädt sie im Hintergrund schon mit, sodass man beim Wechseln nichts mitbekommt. Bei Everquest 2 war dies leider nicht der Fall. Dort musste man ständig beim Kartenwechseln ein Ladebildschirm ertragen, der je nach Textureinstellungen unterschiedlich viel Zeit in Anspruch genommen hat.

In WoW kommen selbstverständlich nur die Rassen vor, die man auch schon aus Warcraft kennt. Auf der Seite der Allianz sind das die Menschen, Zwerge, Gnome und Dunkelelfen. Bei der Horde gibt es die Orks, Tauren, Trolle und Untote.

Folgende Charaktere haben sich in meinem Besitz befunden:

Beim Erstellen des Charakters hatte man die Auswahl für mehrere Server. Dort wurde unterschieden zwischen PvP-, Normal- und Rollenspielserver. Beim Normal- und Rollenspielserver gibt es auch einen PvP-Anteil, dieser ist aber auf bestimmte Regionen beschränkt. Während beim echten PvP-Server PvP überall möglich ist. Ich habe mich mit meinem Zwerg für den Rollenspielserver „Der Rat von Dalaran” entschieden. Allerdings wurde ich ein wenig von der Community enttäuscht. Sie haben zwar ihr Rollenspiel gemacht, aber ich habe auch negative Erfahrungen gemacht. Da kämpft man mit einem Gegner und dann kommt einer daher gelaufen und wartet dann bis man fast fertig ist und haut den Gegner dann um. So etwas macht kein Spaß. Das wurde bei „Everquest 2” zum Glück vollständig unterbunden. Dort konnte man keine Gegner angreifen, die schon in einen Kampf verwickelt waren.

Die Klasse „Paladin” war auf jeden Fall sehr einfach zu spielen. Man macht zwar keinen großen Schaden am Gegner, aber da man sich heilen konnte, hielt man auch recht lange durch und konnte so den Gegner besiegen. Ich habe es sogar geschafft, ein Monster, dass als Elite gekennzeichnet war, im Alleingang zu erledigen. Die Leveldifferenz betrug dabei nur zwei Level. Wenn ich da an „Everquest 2” denke, kommen mir fast die tränen. Da konnte ich aufgewertete Gegner meistens erst dann schaffen, wenn sie zehn Level niedriger waren... Auf jeden Fall ist die Klasse „Paladin” ein guter Einstieg in „World of Warcraft”.

Als weitere Klasse habe ich den Jäger gewählt. Dieser hat mir nicht sehr gefallen. Er macht nur mit Bogen wirklich Schaden. Wenn man aber allein unterwegs ist, kann man nichts sehr viele Pfeile abfeuern und muss in den Nahkampf gehen und da macht der Jäger kaum noch Schaden. Ab Level 10 hat der Jäger dann einen tierischen Begleiter bekommen. Dieser machte leider nicht allzu viel Schaden und konnte die Aggro von den Gegner auch nicht halten, wenn ich mit dem Bogen drauf gehalten habe. Auch verschwand dieses Tier gelegentlich. Da man es aber nicht herbei zaubern konnte, sondern man musste einen normalen Gegner bekehren, war das plötzliche Verschwinden natürlich sehr ärgerlich und Spielspaß raubend. Aufgrund dieser frustrierenden Erfahrungen habe ich den Jäger mit Level 11 beiseite gelegt und mir einen Magier erstellt.