Dungeons & Dragons Online: Stormreach

Pen&Paper-Rollenspiele für den PC gab es schon länger. Doch jetzt kann man Pen&Paper auch als MMORPG online spielen. Das Spiel nennt sich Dungeons & Dragons Online: Stormreach, kurz DDO.

DDO spielt in der Welt Eberron, daher müssen wir uns von bekannten Namen wie „Forgotten Realms“ verabschieden. Das hat den Vorteil, dass die Welt noch recht unverbraucht ist in der man auf die Suche nach Ruhm und Ehre geht.

Nach einem kurzem Tutorial landet der Spieler in der Hafenstadt Stormreach. Und es stellt sich natürlich wieder heraus, dass das Böse überall lauert und versucht das Gute zu vernichten. Unsere Aufgabe besteht nun darin, dass Böse aus der Stadt zu vertreiben.

Als Rassen stehen dem Spieler Menschen, Halblinge, Zwerge und Kriegsgeschmiedete zur Verfügung. Kriegsgeschmiedete sind mechanische Konstrukte, die in einem zurückliegenden Krieg erschaffen wurden. Zusätzlich steht noch die Rasse der Drows zur Verfügung, aber diese kann man nur dann wählen, wenn ein anderer Charakter auf diesem Account die Rasse freigeschaltet hat.

Für die Klassenwahl hat man Kämpfer, Paladin, Barbar, Schurke, Waldläufer, Kleriker, Magier, Hexenmeister oder Barde wählen. Auch ist es möglich, eine Klassenkombination zu wählen. Maximal sind aber nur 3 Klassen auf einem Charakter möglich. Und es ist auch nicht möglich alle gewählten Klassen auf das maximale Level zubringen, sondern alle Level der Klassen addiert können nicht höher als das Maximum sein.

Folgende Charaktere haben sich in meinem Besitz befunden:

Die Grafik des Spiels sieht sehr ansprechend aus. Leider wirken die Dungeons aber immer irgendwie gleich. Es sieht fast so aus, als hätte jeder Bewohner Stromreachs den selben Keller. Meiner Meinung nach, hätte dort mehr Individualität gut getan.

Durch das Kampfsystem von Dungeon & Dragons fallen die Kämpfe recht unterschiedlich aus. Manchmal verlässt einen das Glück und man trifft den Gegner kaum und dann ist man selber auch schon fast tot. So ist es mir passiert, dass in einem Dungeon eine Spinne mich mit zwei Angriffen ins Jenseits befördert hat. Beim nächsten Versuch in diesem Dungeon hat die Spinne keinen Schadenspunkt austeilen können, bevor sie das zeitliche gesegnet hat.

Da es auch Gegenstände wie Kisten gibt, die man zerstören kann, gehen diese gelegentlich im Kampf auch zu bruch, wenn man sie mit der Waffe trifft. Es ist dem Spiel nämlich so, dass man einen Gegner nicht wirklich in den Fokus nehmen muss, damit man ihm Schaden zufügen kann. Im Nahkampf ist das sehr nützlich. Man muss sich nur in die Horder der Gegner stellen und einfach zu hauen. So trifft man dann gleich mehrere Gegner auf einmal. Im Fernkampf ist es aber sinnvoll, wenn man den Fokus setzt, da man so besser das Geschoss zum Gegner bringt.

Zusätzlich zu den Angriffsmöglichkeiten hat man auch die Möglichkeit, die Angriffe der Gegner zu blocken oder denen auszuweichen. Das Ausweichen sind dann Rollen, die der Charakter macht.

Die Umwelt wirkt sich auf den Charakter aus. So läuft man durch Wasser erheblich langsamer, wenn es eine bestimmte Tiefe erreicht hat. Rutsch das Wasser eine Schräge runter und man selber möchte aber nach oben laufen, dann hat man das Gefühl, dass man überhaupt nicht vorwärts kommt. Genauso wirkt sich eine angelegte Rüstung negativ auf das Schwimm- und Tauchverhalten aus. Es ist also manchmal ratsam, sich zu entkleiden, wenn man eine längere Strecke tauchen muss.

Was deutlich positiv gegenüber den anderen MMORPGs zu erwähnen ist, ist die Story. Zu jeder Quest bekommt man im Dungeon kleine Events, die die Geschichte ein wenig fortführen bzw. eine gewisse Athmossphäre erzeugen. Sowas ist in den großen MMORPGs wie WoW oder Everquest 2 nicht vorgekommen.

Negativ empfinde ich die Übersetzung, da diese nur teilweise geschehen ist. Es gibt also deutsche Sätze in den das ein oder andere englische Wort vorkommt. Da kann man nur hoffen, dass das mit den Patches hoffentlich irgendwann behoben wird.